Betriebssport: Vermeidbare Fehler

Zweifellos wäre es um Gesundheit und Betriebsklima besser bestellt, wenn möglichst viele Mitarbeiter gemeinsam Sport treiben. Faktisch scheitern viele Betriebssportvorhaben schon nach kurzer Zeit oder kommen gar nicht erst in Gang. Dafür gibt es drei wichtige Gründe:

  • Bürokratie: Unternehmen erklären den Betriebssport als erwünscht und senden zugleich gegenteilige Signale aus. Die besten Absichten ersticken in kleinlichen Diskussionen um Versicherungsschutz, Arbeitszeitregelungen und Kosten. Unter Erfolgsdruck stehende Verantwortliche „evaluieren“ alles mit nervigen Fragebögen, Kontrollen und Berichten. So wird der Betriebssport zu Tode reguliert!
  • Falsche Ansprache: Mit volkserzieherischen Kampagnen sollen „Sportmuffel“ in Bewegung gebracht werden. Auf Gesundheitstagen gibt es weltfremde Rezepte zur gesunden Ernährung, langweilige Krankenkassenbroschüren und Werbung. Es bleibt unklar, ob das Sport- und Gesundheitsverhalten vielleicht heimlich erfasst und beobachtet wird. Die Mitarbeiter fühlen sich indoktriniert und schalten auf Abwehr.
  • Perfektionismus: Betriebssportprojekte sind oft von Ungeduld getrieben und haben keine Zeit zu wachsen. Auch die Wahl der Sportart kann problematisch sein. Mannschaftssportarten wie Fußball stellen sehr hohe Anforderungen an Organisation, Teilnehmerzahl und Sportstätten. Zu stark differenzierte Sportangebote verwässern die Nachfrage. Betriebssportvereine entwickeln gern ein pedantisches Eigenleben und haben die Tendenz zur Abgrenzung gegen Nichtmitglieder.

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