Fit auf Dienstreisen

Dienstreisen als Fitnesskiller?

163 Millionen Mal jährlich packen Deutsche geschäftlich die Koffer, hat der Verband Deutsches Reisemanagement e.V. ermittelt. Telefon- und Videokonferenzen ändern daran nichts. Die ungebrochene Reiselust hat leider Schattenseiten:

  • Endlose Wartezeiten, Anspannung und Schlafdefizit sind Begleitumstände von Geschäftsreisen. Kunden, Geschäftspartner und Fahrpläne diktieren die Agenda rund um die Uhr.
  • Weder opulente Geschäftsessen noch Fast-Food-Mahlzeiten am Flughafen vertragen sich mit gesunder Ernährung.
  • Körperliche Bewegung gibt es kaum, denn die meiste Zeit wird sitzend verbracht: im Auto, im Konferenzraum oder im Restaurant.
  • Die Sozialsphäre leidet. Nette Geschäftskontakte sind wünschenswert, ersetzen aber nicht das lebenswichtige Netzwerk der Familie, Freunde und Gleichgesinnten im Privatleben.
So bleiben Sie unterwegs in Form

In vielen Kulturen gebietet die Gastfreundschaft, den Gast rund um die Uhr zu betreuen. Für Alleingänge zeigt man dagegen wenig Verständnis. Endlich im Hotel angekommen, ist es meist zu spät für Sport. Wie soll man sich da fit halten?

  • Hinterfragen Sie Beweggründe und Alternativen zur Reise: Müssen Sie wirklich selbst vor Ort sein? Oder steckt eher der Wunsch nach Prestigegewinn und Abwechslung dahinter?
  • Erholungszeit gewinnt man nicht, man muss sie bewusst planen. Allein ins Kino oder Restaurant zu gehen, ist eine traurige Angelegenheit, Fernsehmarathon im Hotel auch. Lesen (Literatur, keine Geschäftszahlen!), Sport und Kontaktpflege sind besser für die mentale Erholung.
  • Lassen Sie Ihre Geschäftspartner schon vorher wissen, dass Sie abends zwei Stunden Sport treiben werden. So verliert niemand sein Gesicht, weil kurzfristig umdisponiert werden muss. Im Notfall hilft der Wecker, auch wenn ein zügiger Lauf am frühen Morgen nicht jedem gefällt.
  • Niemand muss seine kulturellen Eigenheiten verleugnen. Auch Sie müssen nicht alles konsumieren, was an Unterhaltung, Speis und Trank so aufgetischt wird. Erklärte Sportler genießen in dieser Beziehung fast überall Nachsicht.
  • Hoteleigene Fitnessräume sind nicht immer erste Wahl. Aber ein intaktes Laufband findet sich dort. Auch Parks und Uferpromenaden eigenen sich zum Training. Wer im urbanen Dschungel läuft, kann die Gegend vorher mit Googlemaps erkunden.

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