Buchrezension „Dresden läuft“

Vollzeittouristen mit üppigem Zeitbudget bevorzugen gemächliche Busrundfahrten und Stadtspaziergänge. Aber auch für Eilige gibt es jetzt die passende Lektüre. Mit Laufschuhen und dem richtigen Buch im Koffer lässt sich die sächsische Landresden-laeuftdeshauptstadt auch im Ausdauertempo erkunden. Tino Meiers „Dresden läuft“ zeigt Orte, die selten auf dem Programm der Stadtführer stehen, aber für die Kulturlandschaft im Elbtal prägend sind. Prächtige Barockgärten, weitläufige Waldparks und Höhenzüge mit malerischer Aussicht machen jeden Lauf zu einer Entdeckungstour. Dazu gibt es Streckenkarten, Höhenprofile und Ratschläge von Matadoren der lokalen Laufszene. Ein Stadtmarathon gefällig? Dresden hat sogar zwei. Dumm nur, wenn beide zugleich starten und auch noch die Strecken kreuzen – so geschehen 1998 nach einem Zerwürfnis der Organisatoren. Sportgeschichten, mal skurril, mal enthusiastisch, stets mit Liebe zum Detail, dazu viel läuferischer Lokalpatriotismus: dass hier tatsächlich Deutschlands Laufhauptstadt liegt, daran ist nach der Lektüre jeder Zweifel verflogen. Erst recht bei denen, die ohnehin hier zu Hause sind und das schon immer wussten.

 

Tino Meyer: Dresden läuft, Kartoniert | 12 x 20 cm | 152 S. inkl. 73 Abb., Edition SZ

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